Elektrolyte

Pferde haben einen gut funktionierenden Thermoregulations-Haushalt. Bis zu – 15°C können sie ohne weiteres gut kompensieren. Bei Temperaturen über Null ist diese Schwelle bei + 25°C erreicht. Zusätzlich zur äußerlichen Hitze werden während der Muskelarbeit nur 35 % der Energie in Bewegung umgesetzt, der Rest wird als Wärme Abgegeben und muss über die Thermoregulation des Körpers ausgeglichen werden. Die Thermoregulation des Pferdes erfolgt weitestgehend über das Fell und die Haut. Im Sommer reicht das kurze Sommerfell aber nicht aus, um Pferde vor „Überhitzung“ zu schützen. Hier kommen dann die kleinen Schweißdrüsen in der Haut des Pferdes zum Einsatz. Diese sondern Körperflüssigkeit aus, um den Kühleffekt durch die Verdunstung des Wassers an der Oberfläche zu nutzen. Auch über die Atmung entstehen Kühleffekte die zur Thermoregulation genutzt werden.

Der abgesonderte Schweiß besteht nicht nur aus Wasser, er enthält zudem Elektrolyte wie Natrium (Na+), Kalium(K+) und Chlorid (CL-). Zudem ist eine Reihe weiterer, meist flüchtiger Bestandteile im Schweiß zu finden. Hierzu zählen unter anderem kurzkettige Carbonsäuren (Ameisensäure, Carbonsäure, Hexansäure), Harnstoff und Harnsäure, sowie Bicarbonat, Lipide und Cholesterin. Sie wirken auf der Haut antimikrobiell und unterstützen so den natürlichen Säureschutzmantel.

Elektrolyte sind im Körper für die Informationsweitergabe (Weiterleitung von Nervenimpulsen/Befehlen) innerhalb und außerhalb der Zellen zuständig und regulieren deren elektrische Spannung (Osmose) an der Außenwand. Werden hohe Schweiß- und somit Elektrolytverluste nicht zeitnahe ausgeglichen, kann es zu Leistungseinbußen bis hin zu Organversagen kommen.

Elektrolytverluste können dazu führen, dass es zu Störungen im Wasserhaushalt kommt und sich der pH-Wert des Bluts verschiebt. Es hat zur Folge, dass es zu Problemen in der Funktion bzw. im Zusammenspiel zwischen Nerven- und Muskelzellen kommt. Bereits nach einem Elektrolytverlust von 1 bis 2 Prozent – das entspricht ca. 5 bis 10 Litern Schweiß beim erwachsenen Pferd - ist die Leistungsfähigkeit um 20 % beeinträchtigt. Bei anstrengendem Training oder Turnieren, vor allem in Verbindung mit Stress, kommt es zu einem durchschnittlichen Wasserverlust von bis zu 20 Litern Schweiß und ca. 200 g Elektrolyten je Ritt. Ein gewisser Teil der ausgeschwitzten Elektrolyte wird durch den erhöhten Futterbedarf (erhöhter Energiebedarf durch Leistung) ausgeglichen, dennoch kommt es zu einer Mangelsituation, die ausgeglichen werden muss.

Eins der größten Probleme dieser Mangelsituation stellt die verminderte Wasseraufnahme dar. Sobald sich ein leistungsbedingter Elektrolytmangel ankündigt, versucht der Körper es zu verhindern, dass noch mehr Flüssigkeit über den Schweiß verloren geht und somit noch mehr Elektrolyte „ausgeschwitzt“ werden. Instinktiv machen Pferde in dieser Situation alles richtig: da sich die noch vorhandenen Elektrolyte durch eine weitere Wasseraufnahme auf ein größeres Blutvolumen verteilen würden, käme es zu einem noch stärkeren Absinken des Elektrolytgehaltes im Blut. Dies kann eine lebensgefährliche Situation entstehen lassen, weshalb die Pferde die Wasseraufnahme einstellen, bis der Elektrolythaushalt wieder ausgeglichen ist.

Salz in Form von Lecksteinen reicht nicht aus um diese Mangelsituation aufzulösen, da diese lediglich aus Natrium und Chlorid (NaCl) bestehen. Es fehlen Kalium, Calcium und Magnesium die auch in erheblichem Maße über den Schweiß verloren gehen. Deshalb ist neben dem Ausgleich über einen Salzleckstein, die Gabe von speziellen Elektrolytpräparaten sinnvoll.

Zu beachten ist hier, dass die Elektrolyte zum richtigen Zeitpunkt gegeben werden. Häufig wird der Fehler gemacht, dass dem Pferd zunächst Wasser und dann Elektrolyte angeboten werden. Da Pferde aber, wie bereits erwähnt, instinktiv nach großen Schweißverlusten wenig saufen, ist es sinnvoll, erst die Elektrolyte und dann das Wasser anzubieten. Dazu kommt das Elektrolyte nur schlecht auf Vorrat gefüttert werden können. Maximal 24 Stunden im Voraus lassen sich Depots im Körper anlegen, überschüssige Elektrolyte werden mit dem Harn ausgeschieden. Pferde die Krankheitsbedingt durch Stoffwechselstörungen oder Durchfall höhere bzw. chronische Verluste haben, können dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum mit Elektrolyten versorgt werden. Ach nach Geburten empfiehlt es sich den Elektrolythaushalt der Stute wieder auszugleichen.

Elektrolytpräparate werden als Pulver, Gele oder Liquid angeboten. Um eine schnelle und vollständige Aufnahme zu garantieren sollte das Präparat bestenfalls über das Kraftfutter, eingerührt ins Mash oder über eine Maulspritze verabreicht werden.

Neben dem Ausgleich des Elektrolytverlustes empfiehlt es sich, auch die Haltungs- und Managementanforderungen zu optimieren. Schon bei Temperaturen um die 20°C verliert ein ausgewachsenes Pferd (500 kg LM) ca. 1 Liter Schweiß pro Stunde. Deshalb sollte Weidetieren immer eine kühle Schutzmöglichkeit zur Verfügung stehen. Sinnvoll ist es auch die Pferde nur am frühen Morgen, spät abends oder nachts auf die Weide zu stellen. Besonders Fohlen reagieren empfindlich auf Hitze. Ihre eigene Thermoregulation ist noch nicht voll funktionsfähig und sie überhitzen sehr schnell. Auch die Fressplätze und Tränken sollten nach Möglichkeit an schattigen Plätzen oder überdacht sein, da Pferde dazu neigen trotz Hitze ihrem Fressverlangen nachzugehen.
(Nach:Thomas Kranz, Ernährungsberater für Pferde (2016))

Ludgers N Elektrolyte
Die Ludgers N ELEKTROLYTE bieten einen schnellen und effektiven Ausgleich eines Elektrolyt- und Vitalstoffverlustes, der durch starkes Schwitzen, Stress oder Durchfall entstanden ist. Pferde nehmen in stressigen Situationen bedingt durch einen Elektrolytmangel häufig nicht ausreichend Wasser zu sich. Oftmals führt erst der Ausgleich des Elektrolytemangels zu erneuter Wasseraufnahme. Eine 50 ml Maßeinheit kompensiert den gesamten Verlust von Chlorid, Natrium, Kalium und Magnesium in 2,5 Litern Schweiß.

Anwendung:
  • Bei andauernden Anstrengungen mit hohem Schweißverlust
  • Bei Durchfall
  • Nach langen Transporten
  • Nach der Geburt von Fohlen

Besonders bei heißem Wetter ist es wichtig, an den Elekrolythaushalt euerer Pferde zu denken! Denn Schweiß besteht nicht nur aus Wasser, er enthält auch wichtige Elektrolyte. Diese werden vor allem für die Informationsweitergabe an den Nervenzellen benötigt. Bei einem Mangel kann es deshalb schnell zu Leistungseinbußen und einer Störung des Wasserhaushalts kommen.

Ein Ausgleich über einen Salzleckstein reicht hier nicht aus, deshalb empfehlen wir Ludgers N ELEKTROLYTE. Diese gibt es als Pulver, Gel oder auch in flüssiger Form.