Die einzigartige Mischung – Ludgers N OMEGA | ÖL!

Die heutzutage typischen Heu/Kraftfutter-Rationen unserer Pferde unterscheiden sich deutlich von der Ernährungsgrundlage ihrer Vorfahren, welche sich als Dauerfresser hauptsächlich von kleinen Portionen faserreicher Gräser und Sträucher ernährt haben. Auf diese Ernährungsform ist der Magen-Darm-Trakt des Pferdes auch heute noch ausgerichtet.

Können Pferde Fette/Öle verdauen?

Aufgrund der tendenziell öl-armen Ernährung besitzen Pferde keine Gallenblase. Trotzdem können sie in der Leber Gallenflüssigkeit produzieren und dort auch zum Teil speichern. Somit sind Pferde durchaus in der Lage, die aufgenommenen Fettsäuren zu verdauen, liegen aber in der Kapazität ihrer Fettverdauung deutlich unter den Möglichkeiten von Säugetieren mit Gallenblase.

Welches Öl macht Sinn für mein Pferd?

Nun stellt sich die Frage, ob die Zufütterung von Öl in der heutigen Nutzung und Haltung von Pferden Sinn macht. Früher hat das Pferd, wenn auch in kleineren Mengen, natürlicherweise Omega-3-Fettsäuren und weitere essentielle Fettsäuren, über Gräser und Samen aufgenommen (essentiell: muss über Nahrung aufgenommen werden - kann das Pferd nicht selbst bilden). Heute stehen Pferde die meiste Zeit des Jahres auf mehr oder weniger abgefressenen Weiden und erhalten spät geschnittenes Heu, sodass ein Mangel an essentiell mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Omega-3-Fettsäuren) entstehen kann. Erhalten diese Pferde zusätzlich noch Kraftfutter mit einem hohen Getreideanteil, entsteht oftmals ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren im Organismus. Entscheidend für die positiven Auswirkungen der Fettsäuren auf die Stoffwechselvorgänge ist aber ihr Verhältnis zueinander. Hierbei sollte der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren mindestens dem der Omega-6-Fettsäuren entsprechen.

Welches Öl sollte man nun zufüttern, um ein optimales Verhältnis der Fettsäuren zu erzielen? In der nachfolgenden Tabelle sind die prozentualen Anteile der unterschiedlichen Fettsäuren verschiedener Ölquellen dargestellt.

Heringsöl Palmöl Leinöl Maiskeimöl Sonnenblumenöl Sojaöl Hanföl Rapsöl
Omega-3-Fettsäuren (%) 60 1 53 <1 0,5 8 19 10
Omega-6-Fettsäuren (%) 5 10 15 58 70 54 54 30

Die Tabelle verdeutlicht die enormen Unterschiede in der Zusammensetzung des Fettsäuremusters der einzelnen Ölquellen. Die für die Pferdefütterung bestimmten Öle sollten einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufweisen, im speziellen einen hohen Omega-3-Fettsäuregehalt. Ernährungsphysiologisch betrachtet liegen Leinöl und Fischöl hier ganz vorn – neben der Tatsache, dass Fischöl vom Pferd eher ungern aufgenommen wird, können wir die Fütterung eines Vegetariers mit Fischöl nicht mit unserer Fütterungsphilosophie vereinbaren. Diese Entscheidung sei aber jedem Pferdebesitzer selbst überlassen.

Sonnenblumen-, Raps-, Soja- oder Hanföl eignen sich aufgrund ihres hohen Gehaltes an Omega-6-Fettsäuren weniger für den Einsatz in der Pferdefütterung.

Sogenannte harte Fette (Palmöl) weisen einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren auf. Sie eignen sich aufgrund hoher Schmelzpunkte und dem damit einhergehenden ungünstigen Fettsäuremuster sowie einer geringeren Verdaulichkeit ebenfalls nicht für die Pferdefütterung.

Heringsöl Palmöl Leinöl Maiskeimöl Sonnenblumenöl Sojaöl Hanföl Rapsöl
Gesättigte Fettsäuren (%) 22 54 9,5 13 11 14,5 11 6,6

Basierend auf diesem Wissen enthält Ludgers N Omega Öl als Hauptbestandteil kaltgepresstes Leinsamenöl ergänzt mit einem Anteil GMO-freiem und ebenfalls kalt gepresstem Maiskeimöl. Mit dieser Mischung kann ein optimales Verhältnis zwischen den gesundheitsfördernden Omega-3, -6- und -9-Fettsäuren erreicht werden. Maiskeimöl liefert neben Omega-6-Fettsäuren das natürliche Antioxidans Vitamin E. Das Vitamin E im Maiskeimöl schützt die wertvollen und sensiblen Fettsäuren vor dem Verderb durch Sauerstoff, Wärme und Licht. Denn gerade die essentiell und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind hochsensibel und werden schnell ranzig. Sobald Öle raffiniert, also unter Einsatz von Hitze und chemischen Stoffen gewonnen werden, verändert sich die Zusammensetzung ihrer Fettsäuren und es entstehen sogenannte Peroxide. Diese gelten als eine mögliche Ursache für die Entstehung von Entzündungen und anderen Erkrankungen und schaden somit der Gesundheit.


Das im Reiskeimöl enthaltene Gamma-Oryzanol (nicht ADMR-konform) kann den Testosteronspiegel erhöhen und die Ausschüttung von Wachstumshormonen stimulieren. Die Folgen können ein schneller Muskelaufbau und auch Wesensveränderungen sein.

Funktionen der Fettsäuren im Organismus

In diesem Zusammenhang möchten wir auf die wissenschaftlich nachgewiesene entzündungshemmende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren hinweisen.


Essentielle Fettsäuren dienen der Synthese von Lipiden in Zellmembranen und wirken somit kontrollierend auf die Talgabsonderung der Haut und die Aktivität von Enzymen. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen werden mehrfach ungesättigte Fettsäuren ebenfalls für die Synthese von Prostaglandinen benötigt. Bei Prostaglandinen handelt es sich um Gewebshormone, welche immunmodulatorische Eigenschaften besitzen und somit Richtung und Stärke einer entzündlichen Reaktion maßgebend beeinflussen. Entscheidend ist hierbei aber die gezielte Bereitstellung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Studien haben ergeben, dass die zu den Omega-3-Fettsäuren gehörende Alpha-Linolensäure unter Verwendung des Spurenelements Zink in die für den Körper wertvollere Eicosapentaensäure (EPA) umgewandelt wird. Sie bildet die Grundlage für die Synthese des entzündungshemmend wirkenden Gewebshormons Prostaglandin 3.

Eine weitere in dieser Hinsicht wichtige Fettsäure ist die Gamma-Linolensäure, welche der Gruppe der Omega-6-Fettsäuren angehört. Sie kann in die Dihomogammalinolensäure (DGLA) umgewandelt werden, die wiederum zur Bildung von Prostaglandin 1 beiträgt. Ebenso wie Prostaglandin 3 wirkt auch Prostaglandin 1 entzündungshemmend.

Allerdings ist DLGA auch Vorläufer der mehrfach ungesättigten Arachidonsäure, die zur Bildung von Prostaglandin 2 nötig ist. Dieses Gewebshormon verstärkt jedoch Entzündungsgeschehen. Hohe Insulinspiegel, bedingt durch Futterrationen mit einem hohen Anteil leichtverdaulicher Kohlenhydrate und einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren führen zur verstärkten Bildung der Arachidonsäure. Durch die zusätzliche Fütterung von Omega-3-Fettsäuren, z.B. aus Leinöl, wird die positive Wirkung der DGLA gewährleistet.

Fazit

Die gesamte Ration eines Pferdes sollte das richtige Mengenverhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beinhalten. Es gilt also die durch eine getreidelastige Fütterung zugunsten der Omega-6-Fettsäure verschobene Ration, auszugleichen.

Die entzündungshemmende Wirkung eines richtig zusammengesetzten Öls kann man sich somit auch bei chronischen Erkrankungen, wie beispielsweise Arthrosen und Ekzemen zu Nutze machen.

Öl als Alternative zu Stärke

Ölen bzw. Fetten werden in der Pferdeernährung neben den bereits erwähnten noch weitere positive Wirkungen zugesprochen. Hierbei steht der hohe Energiegehalt von Ölen (39 MJ/kg) sowie die Möglichkeit stärkebedingten Gesundheitsstörungen vorzubeugen im Vordergrund.

So führt die Zufütterung von Ölen im Vergleich zu Stärke zu einem kaum merklichen Anstieg von Glucose und Insulin im Blut. Dies bedeutet, dass Öl den glykämischen Index einer Ration senkt und dem Pferd Energie bereitstellen kann ohne den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Deshalb eignet sich die Ölfütterung gerade für Pferde, die keine großen Mengen an leichtverdaulichen Kohlenhydraten (u.a. Stärke & Zucker) erhalten dürfen. Dies ist beispielsweise für Pferde mit EMS, ECS, Hufrehe und Myopathien interessant.

Ebenso wird durch eine Ölfütterung Muskelglykogen gespart und wirkt somit einer verfrühten Ermüdung der Muskulatur entgegen. Dies ist gerade für Pferde im Ausdauersport eine sinnvolle Möglichkeit, die Ausdauerleistung zu verbessern.

Hierbei sei noch anzumerken, dass sich laut wissenschaftlichen Studien Rationen mit einem niedrigen glykämischen Index (Folge sind niedrige Insulinspiegel nach der Fütterung) beruhigend auf das Verhalten „nervöser“ Pferde auswirken.

Grenzen in der Ölfütterung?

Selbstverständlich gibt es auch bei der Ölfütterung Grenzen, die man nicht überschreiten sollte. Sie liegt für die gesamte Ration bei 1 g Fett pro kg LM und Tag. Eine Überfütterung von Fetten/Ölen hat zur Folge, dass eine zu hohe Menge des gefütterten Öls/Fettes den Dünndarm unverdaut passiert und im Dickdarm die Aktivität der cellulosespaltenden Mikroorganismen stört. Es würde zu einer Abnahme der Faserverdaulichkeit kommen und eine Dysbalance der Mikroflora des Dickdarms nach sich ziehen.

Vor diesem Hintergrund ist ein genauerer Blick auf die Menge, den Ursprung und vor allem die Qualität der in Mischfuttern und Nahrungsergänzern enthaltenen Öle ein wichtiger Aspekt bei der Rationsgestaltung.

Ludgers N OMEGA | ÖL

Die optimale Kombination aus kaltgepresstem Leinsamenöl und GMO-freiem Maiskeimöl

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